Freitag, 15. November 2019
Noch ein kleines Erinnerungstück, Teil 4


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Donnerstag, 14. November 2019
Noch ein kleines Erinnerungsstück, Teil 3


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Mittwoch, 13. November 2019
Noch ein kleines Erinnerungsstück, Teil 2

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Dienstag, 12. November 2019
Noch ein kleines Erinnerungsstück, Teil 1
Na, da mach ich doch gleich noch eine Serie. Ich hab nämlich neulich im Elternhaus ein Heft wiedergefunden, dass ich vor Jahrzehnten meiner Großmutter zum 80. Geburtstag geschenkt habe. Verfasst auf Anregung und gemeinsam mit meinem Vater. Fotocollagen hat er gern gebastelt mit uns.

(Und verzeihen Sie die Qualität - hab ich nur schnell mit dem Handy abfotografiert. Aber wie Sie sehen, galt auch damals 1974: Spontanität und Kreativität gehen vor Sorgfalt.)

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Samstag, 7. September 2019
Über tricksende Journalisten
Meinen Roman aufzuschlagen, hatte ich heute Morgen keine Lust, ich war noch zu erschöpft von der Woche, um derart Qualitätvolles zu lesen – also daddelte ich durch Zeitungsartikel im Internet, blieb bei einem sehr guten taz-Text über Relotius hängen, geriet von von da zu der Aberkennung eines Journalistenpreises 2011 und endlich zu journalistischen Schummeleien durch Heribert Prantl und durch Alexander Osang.

Interessant fand ich dabei die Chronologie. 2011 also wird dem Journalisten René Pfister ein Preis wieder aberkannt, weil er bei der Preisverleihung arglos erzählte, dass er eine private Szenerie im Hause Seehofer gar nicht selbst erlebt hat (allerdings offenbar gut recherchiert – Seehofer selbst hat die Fakten später bestätigt). Damals regten sich viele über die Aberkennung auf: gut verständlich, denn schließlich war der Journalist sorgfältig mit seinem Material umgegangen – von Betrug keine Spur. Im Nachhinein allerdings versteht man auch die Überreaktion der Jury – als Ausdruck eines sehr berechtigten Unbehagens (das hier vielleicht nicht den Richtigen traf) an zunehmender Fiktionalisierung im Journalismus, einer Entwicklung, die eh schon nicht mehr aufzuhalten war: Ein Jahr später und eine Bekanntheitsliga höher tat dann Heribert Prantl den nächsten Schritt, indem er eine Küchenszene zu Hause bei Verfassungsrichter Voßkuhle schildert, bei der er nicht anwesend war, aber dem Leser suggeriert, er sei es gewesen. Hier fängt es schon an, Betrug zu werden, wenn auch ganz im Kleinen und noch indirekt. Empörungswellen schlägt das schon nicht mehr, es fehlt ja auch der Glammer-Effekt, der Journalistenpreis.

Den nächsten Schritt, den zur direkten Manipulation, den geht dann ein Ossi: Alexander Osang, der mal einen sehr selbstkritischen Roman über die Angepasstheit ostdeutscher Journalisten geschrieben hat, erkennt Anfang 2018 die Zeichen der Zeit, indem er einem Berliner Senator der Linken unter Vorspiegelung eines falschen Interesses die benötigten Zitate entlockt. Allerdings bleibt er mit seinem Betrug und seinem Thema (der Sündenpfuhl Berlin und sein ideologieblinder Linkensenator) nicht unumstritten und der tricksende Quoten-Ossi, während sein SPIEGEL-Kollege Relotius gleichzeitig den ganz großen Betrug mit den internationalen Themen durchzieht und die Preise dafür abräumt.

Anderseits: Ich hab den Text von Pfister über Seehofer auch nachgelesen (hier) und fand ihn durchaus an der Grenze des guten Geschmacks befindlich. Störender als die von der Jury inkriminierte Kellerszene bei Seehofers daheim fand ich da z. B. Folgendes: Berichtet wird, wie Seehofer mit einem Freund ein kabarettistisches Theaterstück verfasst. Seehofer will einen zotigen Witz über Merkel einbauen, der Freund kann ihn davon abbringen. Dem Leser von Pfisters Seehofer-Portrait wird dieser Witz aber im Wortlaut übermittelt. Das geht gar nicht, das greift sowohl Seehofer als auch Merkel unter der Gürtellinie an.

Und ein paar Abschnitte später wird Seehofers Zweitbeziehung mit seiner Büroleiterin in Berlin (die immerhin Jahre dauerte und aus der ein Kind entstand) von oben herab als „Affäre mit einer Bundestagsmitarbeiterin“ abgetan.

Allerdings, das wird beim Weiterlesen klar, macht das Pfister nicht, weil er etwa Sexist wäre. Als in dem Artikel Seehofers Ehe thematisch drankommt, weiß er sehr wohl vom Gewicht dieser Zweitbeziehung zu berichten. Denn hier, wo das Zerrüttete dieser Ehe zu zeigen ist, spielt das Gewicht der Zweitbeziehung dramaturgisch die passende Rolle. Vielmehr fließen ihm die sexistischen Anklänge in die Feder, weil er die Gelüste seiner Leser kennt und sie bedient.

Genauso, wenn er eine Justizministerin, die Seehofer abkanzelt, eine „dünne Blondine“ nennt: Das ist nicht der Blick des Autors auf die Frau, das ist der Blick Seehofers, in den sich der Autor hineinfühlt, bis hin zur Verschmelzung. Und das ist, was mich an dem Artikel abstieß: Er empört sich über die autoritäre, patriarchale Machtgier des Portraitierten, aber diese Empörung bleibt in der Fixierung, in der Faszination, die die angeklagten Umstände letztendlich verstärkt, indem sie sie als alternativlos darstellt.

Liebe Journalisten, schreibt mehr Unspektakuläres, Langweiliges, nicht Empörungswürdiges! Dann werden eure Texte von ganz allein interessant, ganz ohne Trickserei.

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Sonntag, 11. August 2019
Beim Aufräumen gefunden:

Manchmal ist es schon lustig, was man als Lehrer so erlebt.

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Freitag, 8. März 2019
Fundstück
Zu den Kindespflichten gehört es, ab und an die Eltern zu besuchen, mit ihnen beim Essen oder vor dem Fernseher rumzusitzen und zwischendurch den Haushalt auf Vordermann zu bringen, zumindest ansatzweise, zumindest soweit möglich. Das Schöne daran ist, dass ich beim Aufräumen jedes Mal unweigerlich auf Artefakte stoße, die schlagartig die Gefühlslage von damals wieder aufrufen, als ich hier noch wohnte:



Nicht dass mein Leben damals besser gewesen wäre, es ist nur der Zauber der Jugend und der weite Abstand zu ihr, der diese Gefühle sich so süß anfühlen lässt. Aber dennoch ist es so.

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Mittwoch, 13. Februar 2019
Ich ziehe weiter ... (ein rein privater, egozentrischer Post, immerhin mit vielen Links)
... natürlich nicht aus Bloggersdorf weg, obwohl das andere längst getan haben: stubenzweig und den hinkenden Boten vermiss ich schon sehr, die im Vergleich zu ihnen jüngeren und weiblichen wondergirl und Morphine schreiben ja wenigstens noch andernorts, aber vert und M.A.D. sind nahezu ganz verstummt, während Don Alphonso, der Chef vons Ganze, ja immerhin aus seiner Totenstarre erwacht scheint und immerhin ab und an mal wieder Beiträge schreibt, die an seine frühere Genialität anknüpfen ...
... nein, wirklich nicht von hier weg, aber mal wieder an eine neue Arbeitsstelle. Diesmal ganz risikofrei ohne Verlust von Arbeits-und Tarifvertrag, nur an eine andre Schule und erstmal auch nur mit einer halben Stelle. Aber es ist so schön, einfach zu gehen. An meiner jetzigen Schule rückt die angekündigte Schließung (zwecks Verhökerung des Innenstadtgrundstücks – ich hatte davon berichtet) näher, ich habe mir rechtzeitig eine neue gesucht – und genieße es, neue Leute kennenzulernen, neue Räume (die neue Schule ist ein Musterbeispiel des Neuen Bauens der 1920er Jahre), von außen wenig ansehnlich, aber mit genialen Innenräumen, heute habe ich einen rundum verglasten Besprechungsraum mit Dachterrasse und Blick über den Stadtteil entdeckt!), neue Gepflogenheiten. Am alten Standort wars zuletzt bequemer, nachdem der Stress der Flüchtlingskrise (mit seinen Folgen für meine Bildungsarbeit) abgeebbt ist, am neuen Standort ist es natürlich zuerst mal stressig, ich muss mich reinfinden, viel neu organisieren. Aber das erfrischt. Wahrscheinlich bin ich nirgends zu Hause, und das ist das Schöne am Nirgends-Zu-Hause-Sein: Es wird nie langweilig. Ich verliere Menschen, ich gewinne neue – und immer darf ich lernen. Das ist das Schönste.

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Sonntag, 3. Februar 2019
Interkulturelle Verständigungsschwierigkeiten


Dieses Fundstück aus den sozialen Netzwerken beweist, dass sich die Handys noch zu viel auf ihre Deutschkenntnisse einbilden - und die Deutschen zu viel auf ihre Mobilfunkfertigkeiten.

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Montag, 10. September 2018
Eine Liebesbeziehung ...
... lebt auch davon, dass man sie schönredet, dass man Fehler im System verdrängt oder stillschweigend korrigiert, je nach Möglichkeit, und dass man das, was funktioniert, was beglückt, unentwegt feiert.
Das gilt natürlich auch umgekehrt, wie man derzeit auf dem Feld der Politik erleben kann: Wenn man Probleme nur jahrelang vehement genug herbeiredet, dann sind sie irgendwann auch da und werden bedrohlich. Man muss nur fest genug an sie glauben.

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