Mittwoch, 24. Juni 2026
Wer trägt eigentlich welche Leistung?
damals, 09:32h
Über das Wort "Leistungsträger" hab ich mich hier schon mal vor längerer Zeit echaffiert.
Heute hörte ich ich noch einmal ausdrücklich Folgendes, und zwar vom Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands Kampeter. Der Deutschlandfunk zitiert ihn so:
Die Vergangenheit habe gezeigt, dass es nicht die Mühseligen und Beladenen gewesen seien, die die Rente mit 63 in Anspruch genommen hätten. Vielmehr seien den Betrieben viele Leistungsträger verloren gegangen.
Demnach gibt es Menschen, die mühselig und beladen sind, weil sie ihr Leben lang die Last einer Erwerbsarbeit tragen, die körperlich anstrengend ist (wie zum Beispiel Handwerk oder bezahlte Care-Arbeit). Und andererseits gibt es Menschen, die nur eine "Leistung" tragen (zum Beispiel die Beaufsichtigung der Erwerbsarbeit anderer), was irgendwie viel weniger anstrengend ist.
Kampeter fragt sich zu Recht, warum letztere oft schon mit 63 in Rente gehen können. Man könnte sich auch fragen, mit welchem Recht sie auch großzügiger entlohnt werden.
Und dann gibt es ja noch die, die die ganze Wertschöpfung besitzen, die die Beladenen erbringen und deren Beaufsichtigung sie den Leistungsträgern überlassen. Diese Arbeit - zu besitzen - wird noch großzügiger belohnt. Während ein großer Teil der Care-Arbeit gar nicht entlohnt wird.
Aber das wissen wir ja alle und leben mit dieser Normalität.
Heute hörte ich ich noch einmal ausdrücklich Folgendes, und zwar vom Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands Kampeter. Der Deutschlandfunk zitiert ihn so:
Die Vergangenheit habe gezeigt, dass es nicht die Mühseligen und Beladenen gewesen seien, die die Rente mit 63 in Anspruch genommen hätten. Vielmehr seien den Betrieben viele Leistungsträger verloren gegangen.
Demnach gibt es Menschen, die mühselig und beladen sind, weil sie ihr Leben lang die Last einer Erwerbsarbeit tragen, die körperlich anstrengend ist (wie zum Beispiel Handwerk oder bezahlte Care-Arbeit). Und andererseits gibt es Menschen, die nur eine "Leistung" tragen (zum Beispiel die Beaufsichtigung der Erwerbsarbeit anderer), was irgendwie viel weniger anstrengend ist.
Kampeter fragt sich zu Recht, warum letztere oft schon mit 63 in Rente gehen können. Man könnte sich auch fragen, mit welchem Recht sie auch großzügiger entlohnt werden.
Und dann gibt es ja noch die, die die ganze Wertschöpfung besitzen, die die Beladenen erbringen und deren Beaufsichtigung sie den Leistungsträgern überlassen. Diese Arbeit - zu besitzen - wird noch großzügiger belohnt. Während ein großer Teil der Care-Arbeit gar nicht entlohnt wird.
Aber das wissen wir ja alle und leben mit dieser Normalität.
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arboretum,
Mittwoch, 24. Juni 2026, 12:59
Ein Freund von mir arbeitet für einen großen Automobilkonzern. Er erzählte mir neulich, dass in einem der Unternehmen aktuell der Jahrgang 1969 die Altersteilzeit bzw. Abfindung und vorzeitige Rente schmackhaft gemacht werden soll. Die bauen Stellen ab.
Dass Unternehmen die Frührente all die Jahre auch genutzt haben und jetzt noch nutzen, um die Zahl der Stellen "sozialverträglich" zu reduzieren und Personalkosten einzusparen bzw. ältere Arbeitnehmer loszuwerden, davon hat Kampeter nichts gesagt, oder?
Dass Unternehmen die Frührente all die Jahre auch genutzt haben und jetzt noch nutzen, um die Zahl der Stellen "sozialverträglich" zu reduzieren und Personalkosten einzusparen bzw. ältere Arbeitnehmer loszuwerden, davon hat Kampeter nichts gesagt, oder?
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