Dienstag, 30. Juli 2024
Ich verstehe es nicht
damals, 09:29h
Habe über die geplante Stationierung von amerikanischen Raketen in Deutschland gelesen, denn mensch soll sich ja informieren. Aber ich verstehe es nicht.
Da sagen die einen, dass das absolut richtig und notwendig ist, denn Russland bedroht Deutschland und Europa nicht nur verbal und medial, sondern rüstet massiv auf, in Kalinigrad stehen auf Deutschlande gerichtete Raketen bereit. Und in der Ukraine beweist Russland täglich, dass es keine Skrupel hat, diese Waffen auch einzusetzen. Das leuchtet allen klar denkenden Menschen ein, insbesondere solchen wie mir, die Russlands militärischen Aufmarsch 2021 für bloßes Säbelrasseln gehalten hatten und dann bald eines besseren belehrt wurden.
Dann gibt es die anderen, die sagen, dass eine solche Rüstungsspirale die Gefahr eines Krieges deutlich erhöht. So wie am Beginn des Ersten Weltkriegs. Oder als vor ein paar Jahren in Lybien NATO-Truppen mit deutschen Waffen beschossen wurden, die Deutschland ganz bestimmt nicht zu diesem Zweck exportiert hatte. Nein, massive militärische Aufrüstung ist immer gefährlich und zu vermeiden, wo irgend möglich. Auch das leuchtet allen klar Denkenden ein.
So weit, so klar. Und wieso lese ich erst im 20. Artikel zum Thema, dass es gar keinen Grund zum Streit gibt, weil natürlich beides richtig ist und beides erst miteinander verknüpft einen Sinn ergibt? Das nämlich sagt die Stiftung Wissenschaft und Politik: Das Verhalten Russlands, ja erzwingt geradezu diese Raketenstationierung, diese sollte aber mit einer Abrüstungsinitiative an Russland verknüpft werden, dann ist bis zum geplanten Stationierungsbeginn 2026 noch genug Zeit, eine einvernehmliche Lösung zu finden.
Es ist doch also eigentlich alles klar. Wozu also in den Medien all dieses Kriegs- und Antikriegsgeschrei?
Da sagen die einen, dass das absolut richtig und notwendig ist, denn Russland bedroht Deutschland und Europa nicht nur verbal und medial, sondern rüstet massiv auf, in Kalinigrad stehen auf Deutschlande gerichtete Raketen bereit. Und in der Ukraine beweist Russland täglich, dass es keine Skrupel hat, diese Waffen auch einzusetzen. Das leuchtet allen klar denkenden Menschen ein, insbesondere solchen wie mir, die Russlands militärischen Aufmarsch 2021 für bloßes Säbelrasseln gehalten hatten und dann bald eines besseren belehrt wurden.
Dann gibt es die anderen, die sagen, dass eine solche Rüstungsspirale die Gefahr eines Krieges deutlich erhöht. So wie am Beginn des Ersten Weltkriegs. Oder als vor ein paar Jahren in Lybien NATO-Truppen mit deutschen Waffen beschossen wurden, die Deutschland ganz bestimmt nicht zu diesem Zweck exportiert hatte. Nein, massive militärische Aufrüstung ist immer gefährlich und zu vermeiden, wo irgend möglich. Auch das leuchtet allen klar Denkenden ein.
So weit, so klar. Und wieso lese ich erst im 20. Artikel zum Thema, dass es gar keinen Grund zum Streit gibt, weil natürlich beides richtig ist und beides erst miteinander verknüpft einen Sinn ergibt? Das nämlich sagt die Stiftung Wissenschaft und Politik: Das Verhalten Russlands, ja erzwingt geradezu diese Raketenstationierung, diese sollte aber mit einer Abrüstungsinitiative an Russland verknüpft werden, dann ist bis zum geplanten Stationierungsbeginn 2026 noch genug Zeit, eine einvernehmliche Lösung zu finden.
Es ist doch also eigentlich alles klar. Wozu also in den Medien all dieses Kriegs- und Antikriegsgeschrei?
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Samstag, 29. Juni 2024
Politik am Samstagvormittag
damals, 13:08h
Wie schön, am Samstagvormittag gemütlich im Bett sitzen und sich im Internet über die Brennpunkte der Welt informieren zu können. Ich bin dankbar für dieses Maß an Wohlstand und noch mehr an Informationsfreiheit.
Vorhin gelangte ich über einen Link auf republik.ch, die ich am Wochenende immer konsumiere, auf einen aufschlussreichen Artikel im Merkur zum israelisch-palästinensischen Konflikt, nämlich diesen, wo ich wieder viel gelernt habe. Zum Beispiel, dass das natürlich richtig ist, dass die zionistisch inspirierte Besiedlung Palästinas durch Juden ganz viel mit kolonialen Siedlungsbewegungen in anderen Teilen der Welt, etwa Afrika oder Nordamerika, zu tun hat. Dass aber der koloniale Siedler eben nicht der Böse an sich ist. Der Autor verweist darauf, dass diese Siedler in aller Regel Marginalisierte in ihren Herkunftsländern waren – was im Fall der Juden ja noch einmal in viel stärkerem Maße zutrifft. Er beschreibt auch sehr gut, wie sich schon am Ende der 1920er Jahre ein religiös unterfütterter, aggressiver arabischer Nationalismus in Palästina entwickelt, der den aggressivsten zionistischen Strömungen zumindest ebenbürtig ist – und der ebenfalls die internationale Vernetzung sucht. Und dass es für eine Konfliktlösung bzw. erstmal -befriedung vor allem darauf ankommt, sich auf beiden Seiten von der aggressiven Expansionsideologie im eigenen Lager zu lösen.
Mir fiel dazu noch ein, dass in vielen arabischen Ländern der arabische Nationalismus nicht mehr die Ideologie der Wahl, sondern nur noch ein ideologisches Werkzeug unter anderen ist. Das macht den arabisch-religiösen Nationalismus der Palästinenser natürlich nochmal aggressiver und und ist vielleicht eine Erklärung (unter anderen) für die irrwitzige Gewalteskalation, die in letzter Zeit von diesen Leuten ausging.
Ein ganz anderes Thema: Ich musste neulich stutzen, als ich über die Wagenknecht-Leute ablästerte, die beim aktuellen Selenskyj_Auftritt im Bundestag den Saal verlassen haben. „Nö, find ich richtig“, meinte ein guter Freund, „Der sollte sich auch um Frieden für sein Volk bemühen.“ Ein Gedanke, der mir einleuchtet. Auch wenn ich nicht finde, dass das diese hässliche, abschätzige, provozierende, also absolut unangemessene Geste rechtfertigt. Immerhin hätten die Wagenknechte ja den Applaus verweigern oder sogar ein paar Zwischenrufe riskieren können, als Selenskyj zu einem ende der Kompromisse aufrief. Diese schöne Gelegenheit haben sie verpasst. Die Gelegenheit zur ernsthaften Auseinandersetzung.
Allerdings stieß es mir schon ziemlich unangenehm auf, dass – jetzt rein quantitativ – die Berichterstattung über die Schweizer Friedenskonferenz in den deutschen Medien zwischen endlosen Waffen-, Kriegs- und Wehrpflichtdiskussionen so ziemlich unterging, so nach dem Motto „Bringt ja eh nix.“ Tja, wenn es nicht ernsthaft versucht wird, dann bringt es natürlich nichts. Da die beiden Kriegsparteien nicht verhandlungsbereit sind, müssen sich international an Lösungen interessierte Länder zusammmenfinden, und zwar unabhängig davon, ob und welcher Kriegspartei sie vielleicht zuneigen. Und dazu hätte der Gleichberechtigung halber Russland eingeladen werden müssen. Höchstwahrscheinlich wäre Russland nicht gekommen. Aber dann hätte es sich den neutralen Ländern gegenüber die Blöße geben müssen. So hat sich die Ukraine die Blöße gegeben, indem es die Nichteinladung Russlands und damit eine Unausgewogeneheit der Konferenz erpresst hat. So wird das nichts. Na ja, noch ist ja nicht aller Tage Abend. Ich hoffe, der diplomatische Prozess geht weiter. Und noch mehr hoffe ich, dass er in der deutschen Öffentlichkeit die ihm gemäße Würdigung erfährt.
Vorhin gelangte ich über einen Link auf republik.ch, die ich am Wochenende immer konsumiere, auf einen aufschlussreichen Artikel im Merkur zum israelisch-palästinensischen Konflikt, nämlich diesen, wo ich wieder viel gelernt habe. Zum Beispiel, dass das natürlich richtig ist, dass die zionistisch inspirierte Besiedlung Palästinas durch Juden ganz viel mit kolonialen Siedlungsbewegungen in anderen Teilen der Welt, etwa Afrika oder Nordamerika, zu tun hat. Dass aber der koloniale Siedler eben nicht der Böse an sich ist. Der Autor verweist darauf, dass diese Siedler in aller Regel Marginalisierte in ihren Herkunftsländern waren – was im Fall der Juden ja noch einmal in viel stärkerem Maße zutrifft. Er beschreibt auch sehr gut, wie sich schon am Ende der 1920er Jahre ein religiös unterfütterter, aggressiver arabischer Nationalismus in Palästina entwickelt, der den aggressivsten zionistischen Strömungen zumindest ebenbürtig ist – und der ebenfalls die internationale Vernetzung sucht. Und dass es für eine Konfliktlösung bzw. erstmal -befriedung vor allem darauf ankommt, sich auf beiden Seiten von der aggressiven Expansionsideologie im eigenen Lager zu lösen.
Mir fiel dazu noch ein, dass in vielen arabischen Ländern der arabische Nationalismus nicht mehr die Ideologie der Wahl, sondern nur noch ein ideologisches Werkzeug unter anderen ist. Das macht den arabisch-religiösen Nationalismus der Palästinenser natürlich nochmal aggressiver und und ist vielleicht eine Erklärung (unter anderen) für die irrwitzige Gewalteskalation, die in letzter Zeit von diesen Leuten ausging.
Ein ganz anderes Thema: Ich musste neulich stutzen, als ich über die Wagenknecht-Leute ablästerte, die beim aktuellen Selenskyj_Auftritt im Bundestag den Saal verlassen haben. „Nö, find ich richtig“, meinte ein guter Freund, „Der sollte sich auch um Frieden für sein Volk bemühen.“ Ein Gedanke, der mir einleuchtet. Auch wenn ich nicht finde, dass das diese hässliche, abschätzige, provozierende, also absolut unangemessene Geste rechtfertigt. Immerhin hätten die Wagenknechte ja den Applaus verweigern oder sogar ein paar Zwischenrufe riskieren können, als Selenskyj zu einem ende der Kompromisse aufrief. Diese schöne Gelegenheit haben sie verpasst. Die Gelegenheit zur ernsthaften Auseinandersetzung.
Allerdings stieß es mir schon ziemlich unangenehm auf, dass – jetzt rein quantitativ – die Berichterstattung über die Schweizer Friedenskonferenz in den deutschen Medien zwischen endlosen Waffen-, Kriegs- und Wehrpflichtdiskussionen so ziemlich unterging, so nach dem Motto „Bringt ja eh nix.“ Tja, wenn es nicht ernsthaft versucht wird, dann bringt es natürlich nichts. Da die beiden Kriegsparteien nicht verhandlungsbereit sind, müssen sich international an Lösungen interessierte Länder zusammmenfinden, und zwar unabhängig davon, ob und welcher Kriegspartei sie vielleicht zuneigen. Und dazu hätte der Gleichberechtigung halber Russland eingeladen werden müssen. Höchstwahrscheinlich wäre Russland nicht gekommen. Aber dann hätte es sich den neutralen Ländern gegenüber die Blöße geben müssen. So hat sich die Ukraine die Blöße gegeben, indem es die Nichteinladung Russlands und damit eine Unausgewogeneheit der Konferenz erpresst hat. So wird das nichts. Na ja, noch ist ja nicht aller Tage Abend. Ich hoffe, der diplomatische Prozess geht weiter. Und noch mehr hoffe ich, dass er in der deutschen Öffentlichkeit die ihm gemäße Würdigung erfährt.
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Mittwoch, 19. Juni 2024
Wieso Homöopathie und Esoterik gesellschaftlich so unerbittlich kritisiert werden …
damals, 14:13h
… erklärt eine Episode aus meiner aktuellen Lektüre, „Christus kam nur bis Eboli“ von Carlo Levi, in der dieser von seinem Leben als Verbannter und Arzt in einem von der Welt vergessenen Bergdorf im Süditalien der 1930er Jahre berichtet. Ein trotz manchem, bisweilen auch überheblichem Spott vor allem gütiges, einfühlsames Buch, das mir sehr wohl tut.
Hier begegnet der Erzähler altem Amulettzauber: „Anfangs versuchten die Bauern, dies Amulett vor mir zu verstecken und entschuldigten sich beinah, daß sie es trugen; denn sie wußten, daß die Ärzte gewöhnlich diesen Aberglauben verachten und im Namen von Vernunft und Wissenschaft dagegen donnern. Und damit haben sie natürlich völlig recht an Orten, wo Vernunft und Wissenschaft den gleichen magischen Charakter wie die gewöhnliche Magie annehmen können: aber hier sind sie noch keine verehrten Gottheiten, auf die man hört, und sie werden es vielleicht nie sein.
Daher akzeptierte ich das Abracadabra, gab seinem Alter und seiner dunklen, geheimnisvollen Einfachheit die Ehre und war lieber sein Verbündeter als sein Feind; die Bauern waren mir dafür dankbar, und vielleicht gereichte es ihnen tatsächlich zu einigem Nutzen.“
Heute, 90 Jahre später im Zentrum des industrialisierten Europa bedeutet die Attraktivität der alternativen Methoden wohl eher, dass die Magie von Vernunft und Wissenschaft langsam schon wieder zu bröckeln beginnt. Das finde ich sehr bedauerlich. Aber man hält dieses Bröckeln doch nicht auf, indem man auf die Konkurrenten einschlägt!
Wohlstand und effektive, allzeit einsatzbereite Schulmedizin sind sehr viel wert, gerade neulich in der Corona-Krise hätten wir ohne beides ziemlich alt ausgesehen. Noch größeren Wert aber haben Meinungs- und Religionsfreiheit sowie die akzeptierende Begegnung mit dem Nächsten!
Und daher lege ich den Post unter der Rubrik „Politik“ ab.
Hier begegnet der Erzähler altem Amulettzauber: „Anfangs versuchten die Bauern, dies Amulett vor mir zu verstecken und entschuldigten sich beinah, daß sie es trugen; denn sie wußten, daß die Ärzte gewöhnlich diesen Aberglauben verachten und im Namen von Vernunft und Wissenschaft dagegen donnern. Und damit haben sie natürlich völlig recht an Orten, wo Vernunft und Wissenschaft den gleichen magischen Charakter wie die gewöhnliche Magie annehmen können: aber hier sind sie noch keine verehrten Gottheiten, auf die man hört, und sie werden es vielleicht nie sein.
Daher akzeptierte ich das Abracadabra, gab seinem Alter und seiner dunklen, geheimnisvollen Einfachheit die Ehre und war lieber sein Verbündeter als sein Feind; die Bauern waren mir dafür dankbar, und vielleicht gereichte es ihnen tatsächlich zu einigem Nutzen.“
Heute, 90 Jahre später im Zentrum des industrialisierten Europa bedeutet die Attraktivität der alternativen Methoden wohl eher, dass die Magie von Vernunft und Wissenschaft langsam schon wieder zu bröckeln beginnt. Das finde ich sehr bedauerlich. Aber man hält dieses Bröckeln doch nicht auf, indem man auf die Konkurrenten einschlägt!
Wohlstand und effektive, allzeit einsatzbereite Schulmedizin sind sehr viel wert, gerade neulich in der Corona-Krise hätten wir ohne beides ziemlich alt ausgesehen. Noch größeren Wert aber haben Meinungs- und Religionsfreiheit sowie die akzeptierende Begegnung mit dem Nächsten!
Und daher lege ich den Post unter der Rubrik „Politik“ ab.
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Donnerstag, 25. April 2024
Alles an einem Tag
damals, 17:31h
Vor drei Tagen mache ich morgens das Radio an und höre, dass Anne Brorhilker, die berühmte Staatsanwältin in den Cum-Ex-Verfahren, keine Lust mehr hat und ihren Beamtenstatus aufgibt. Viel zu oft sei es möglich, sagte sie dem WDR, dass sich Cum-Ex-Profiteure per Gelbuße oder Vergleich aus ihrer Schuld freikaufen können. Es wird also nicht rechtsstaatlich, sondern pragmatisch gehandelt: Der Staat kann so schnell ein paar Millionen rausschlagen und sich die weitere mühsame und kostenintensive Strafverfolgung sparen.
Am selben Tag hörte ich, dass die FDP Alarm schlägt, weil es der Wirtschaft zu schlecht geht: Es fehlt an Arbeitskräften. Deshalb soll der Staat Menschen, die nicht arbeiten, dazu drängen, eine zumutbare Arbeit anzunehmen. Nicht gelten soll die Maßnahme allerdings für Menschen, die nicht arbeiten, weil sie ihr Geld für sich arbeiten lassen. Es geht der FDP also nicht um die Arbeitskraft, die angeblich so dringend benötigt wird, sondern um die Rendite, die diese erwirtschaftet – wer die Rendite anders, durch Investition seines Kapitals, erzielen kann, muss nicht zum Arbeiten gedrängt werden. Dass so eine fragwürdige Ungleichbehandlung von Menschen entsteht – geschenkt. Hauptsache, der Laden läuft, wer fragt da noch nach Recht und Gerechtigkeit?
Wiederum am selben Tag fragt mich ein Schüler, der einige unentschuldigte Fehlstunden hat und – da über 18 – seine baldige Abschulung befürchten muss, ob er nicht einige seiner Fehlstunden streichen lassen kann, indem er eine entsprechende Geldbuße bezahlt. Eigentlich eine vernünftige Überlegung, wenn man sich das Verhalten seiner Vorbilder am anderen Ende der Einkommensskala betrachtet.
Am selben Tag hörte ich, dass die FDP Alarm schlägt, weil es der Wirtschaft zu schlecht geht: Es fehlt an Arbeitskräften. Deshalb soll der Staat Menschen, die nicht arbeiten, dazu drängen, eine zumutbare Arbeit anzunehmen. Nicht gelten soll die Maßnahme allerdings für Menschen, die nicht arbeiten, weil sie ihr Geld für sich arbeiten lassen. Es geht der FDP also nicht um die Arbeitskraft, die angeblich so dringend benötigt wird, sondern um die Rendite, die diese erwirtschaftet – wer die Rendite anders, durch Investition seines Kapitals, erzielen kann, muss nicht zum Arbeiten gedrängt werden. Dass so eine fragwürdige Ungleichbehandlung von Menschen entsteht – geschenkt. Hauptsache, der Laden läuft, wer fragt da noch nach Recht und Gerechtigkeit?
Wiederum am selben Tag fragt mich ein Schüler, der einige unentschuldigte Fehlstunden hat und – da über 18 – seine baldige Abschulung befürchten muss, ob er nicht einige seiner Fehlstunden streichen lassen kann, indem er eine entsprechende Geldbuße bezahlt. Eigentlich eine vernünftige Überlegung, wenn man sich das Verhalten seiner Vorbilder am anderen Ende der Einkommensskala betrachtet.
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Mittwoch, 10. April 2024
Populistische Frage
damals, 17:40h
Ich weiß ja nicht, um welche Waffen es sich konkret handelt (in den Medien las ich nur von Panzerfäusten und Korvetten) - aber wäre es nicht eine Überlegung wert, die deutschen Waffenlieferungen nach Israel in die Ukraine umzuleiten? (Wenn Deutschland das schreckliche Zeug schon produzieren muss, dann sollte es es wenigstens dahin liefern, wo ein Nutzen für die Menschehit damit erreicht werden kann.)
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Montag, 18. März 2024
Getroffene Hunde bellen ...
damals, 11:55h
... obwohl Strack-Zimmermann ehrlich gesagt schon vorher gebellt hat.
Dennoch wäre es ein schöner Zug gewesen, wenn sie jetzt, da sie ertappt ist, dass sie wider besseren Wissens gegen Scholz gepoltert hat (oder wusste sie das wirklich nicht, das wär ja noch peinlicher), dass sie da einfach mal ein paar Tage den Mund hält.
Dennoch wäre es ein schöner Zug gewesen, wenn sie jetzt, da sie ertappt ist, dass sie wider besseren Wissens gegen Scholz gepoltert hat (oder wusste sie das wirklich nicht, das wär ja noch peinlicher), dass sie da einfach mal ein paar Tage den Mund hält.
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Dienstag, 20. Februar 2024
Warum nicht auch mal Diplomatie?
damals, 18:27h
Wenn jetzt Deutschland nach dem Tod von Nawalny den russischen Botschafter einbestellen würde, da hätte ich überhaupt nichts dagegen ...
(... es müssen nicht immer Raketen sein.)
(... es müssen nicht immer Raketen sein.)
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Samstag, 6. Januar 2024
Logisches Handeln
damals, 15:04h
Wenn die Regierung sich verkalkuliert hat und dringend Geld benötigt, dann sucht sie es natürlich dort, wo es bekanntermaßen im Überfluss vorhanden ist: bei den Arbeitslosen und bei den Bauern.
Und wenn die Bauern, da sie anders als die Arbeitslosen eine Lobby haben, sich dagegen wehren, ist sofort klar, wer der Schuldige ist: die Grünen. Die ja, wie man weiß, vor allem für ihren skrupellosen Umgang mit Finanzprodukten berüchtigt sind.
Und dieser zwingenden Logik folgend wählen dann viele Leute die AfD, um ihre soziale Lage zu verbessern. Wie bescheuert kann man sein?
Und wenn die Bauern, da sie anders als die Arbeitslosen eine Lobby haben, sich dagegen wehren, ist sofort klar, wer der Schuldige ist: die Grünen. Die ja, wie man weiß, vor allem für ihren skrupellosen Umgang mit Finanzprodukten berüchtigt sind.
Und dieser zwingenden Logik folgend wählen dann viele Leute die AfD, um ihre soziale Lage zu verbessern. Wie bescheuert kann man sein?
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Donnerstag, 19. Oktober 2023
Naiver Vorschlag
damals, 12:32h
Von außen und weit weg stellt sich mir die Sache so dar: Es kann eigentlich niemand ein Interesse am Verbleib der palästinensichen Bevölkerung im Gaza-Streifen haben.
Die israelische Bevölkerung hat seit Jahren Angriffe aus den Reihen dieser Bevölkerung erdulden müssen, die jetzt völlig ins Barbarische eskaliert sind. Und es hat sich als unmöglich herausgestellt auseinanderzudividieren, wer da jetzt als aktiver Kämpfer, wer nur als menschliches Schutzschild und wer vielleicht als beides fungiert. Kurz: Die Anwesenheit dieser Bevölkerungsgruppe stellt eine ziemliche Bedrohung für Menschen in Israel dar.
Ein ganz ähnliches Interesse besteht auf Seiten ebendieser Palästinenser: Kein Mensch, der bei Verstand ist, kann in Gaza bleiben wollen, von Hilfslieferungen am Leben gehalten, ohne Zukunft für sich und seine Kinder, manchmal auch ohne Strom und Wasser, dafür immer mal wieder mit Bombardements. Und tatsächlich warten sie ja zu Tausenden an den Grenzübergängen, in der Hoffnung, einfach irgendwie nur rauszukommen.
In einer Welt, die mitfühlend wäre, und zwar für alle, die in der Region leben, in dieser Welt müsste Ägypten die Grenzen öffnen, Israel würde dann ein neues Gaza in Ägypten errichten, wo sie alle hin könnten, und würde im Gegenzug den Gaza-Streifen zur Besiedlung überlassen bekommen. (Dann müssten ihre Neuzuwanderer auch nicht mehr unter Militärschutz im Westjordanland siedeln, wo es ständig Ärger gibt, sondern könnten es unbehelligt am schönen Mittelmeerstrand tun).
Die israelische Bevölkerung hat seit Jahren Angriffe aus den Reihen dieser Bevölkerung erdulden müssen, die jetzt völlig ins Barbarische eskaliert sind. Und es hat sich als unmöglich herausgestellt auseinanderzudividieren, wer da jetzt als aktiver Kämpfer, wer nur als menschliches Schutzschild und wer vielleicht als beides fungiert. Kurz: Die Anwesenheit dieser Bevölkerungsgruppe stellt eine ziemliche Bedrohung für Menschen in Israel dar.
Ein ganz ähnliches Interesse besteht auf Seiten ebendieser Palästinenser: Kein Mensch, der bei Verstand ist, kann in Gaza bleiben wollen, von Hilfslieferungen am Leben gehalten, ohne Zukunft für sich und seine Kinder, manchmal auch ohne Strom und Wasser, dafür immer mal wieder mit Bombardements. Und tatsächlich warten sie ja zu Tausenden an den Grenzübergängen, in der Hoffnung, einfach irgendwie nur rauszukommen.
In einer Welt, die mitfühlend wäre, und zwar für alle, die in der Region leben, in dieser Welt müsste Ägypten die Grenzen öffnen, Israel würde dann ein neues Gaza in Ägypten errichten, wo sie alle hin könnten, und würde im Gegenzug den Gaza-Streifen zur Besiedlung überlassen bekommen. (Dann müssten ihre Neuzuwanderer auch nicht mehr unter Militärschutz im Westjordanland siedeln, wo es ständig Ärger gibt, sondern könnten es unbehelligt am schönen Mittelmeerstrand tun).
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Dienstag, 3. Oktober 2023
Der SPIEGEL bringt …
damals, 11:09h
… die Blödheiten des jeweiligen Zeitgeists auf den Punkt: Vorhin beim Bäcker sehe ich die aktuelle Titel-Zeile: „Die Risiken von Meditation und Yoga“
Wahrscheinlich kommt nächste Woche „Physiotherapie – die überschätzte Therapieform“ und übernächste Woche „Das persönliche Arztgespräch – Einfallstor der Esoterik“.
Wahrscheinlich kommt nächste Woche „Physiotherapie – die überschätzte Therapieform“ und übernächste Woche „Das persönliche Arztgespräch – Einfallstor der Esoterik“.
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